Samudaripe - Roma erinnern
2023 - 2025
Das Projekt „Samudaripe – Roma erinnern“ widmete sich der historisch-politischen Bildung von Roma aus dem ehemaligen Jugoslawien und Rumänien. Im Mittelpunkt stand die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Verfolgung und Unterdrückung von Roma während der NS-Zeit sowie die Weitergabe von Wissen über diese bis heute oft wenig beachtete Geschichte.
Thematisiert wurde die systematische Entrechtung, Verfolgung und Ermordung von Roma auf dem Balkan durch die deutsche Wehrmacht, Polizeikräfte, Verwaltungsstellen sowie durch verbündete Regierungen, lokale Behörden und Einheiten während des Nationalsozialismus. Dabei wurde auch aufgezeigt, welche langfristigen Auswirkungen diese Erfahrungen bis heute auf die betroffenen Gemeinschaften haben.
Durch Bildungsangebote, Veranstaltungen und Austauschformate entstanden Räume für Erinnerung, Reflexion und die gemeinsame Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Das Projekt stärkte das Bewusstsein für die Geschichte der Roma, förderte die Anerkennung ihrer Erfahrungen und leistete einen Beitrag zu einer vielfältigen Erinnerungskultur.
Im Rahmen des Projekts entstand ein ausführlicher Bericht, der die Ergebnisse und Erkenntnisse dokumentiert. Darüber hinaus wurde eine Ausstellung entwickelt, die die Geschichte und Erfahrungen von Roma während der NS-Zeit sichtbar macht. Die Ausstellung kann von interessierten Einrichtungen, Schulen und Organisationen ausgeliehen und für eigene Bildungs- und Erinnerungsveranstaltungen genutzt werden.
„Samudaripe – Roma erinnern“ machte sichtbar, dass die Erinnerung an die Verfolgung von Roma ein wichtiger Bestandteil der deutschen und europäischen Geschichte ist und eine zentrale Grundlage für den Einsatz gegen Antiziganismus und Diskriminierung bildet.



